Vor ein paar Jahren habe ich angefangen, die ersten Mitarbeitergespräche nicht mehr in einem Besprechungsraum zu führen, sondern dafür einen Spaziergang zu nutzen. Zu zweit sind wir in der Innenstadt von Freiburg gestartet, auf den Schlossberg auf den Kanonenplatz noch und von dort aus in Richtung St. Otilien gelaufen.

Es war ungewohnt einfach mitten am Tag aus dem Büro zu gehen. Nein, wir arbeiten – wirklich! Jaja, schon klar… dachte sich bestimmt der eine oder andere Kollege. Sobald wird das Getümmel der Innenstadt hinter uns gelassen haben, konnten wir ins Thema eingestiegen.

Interessant war für mich meine Wahrnehmung auf weitere Ebene zu erweitern:

  • Welches Tempo schlägt mein Gegenüber an?
  • Bei welchen Themen wird die Sprache schneller?
  • Vielleicht sogar der Gang schneller?
  • Oder wo vielleicht langsamer?
  • Wo entstehen Pausen und wie fühlen sich diese an?

Die Highlights kommen manchmal an den Stellen, an denen mein  Gesprächspartner stehen bleibt, kurz innehält und dann seine Gedanken mit mir teilte.

Seither diesen Anfängen versuche ich regelmässig die Bewegung in der Natur in meine Arbeit einzubeziehen. Bei der Planung sollte man darauf achten, dass die Route nicht zu lang und zu steil ist. Sonst steht schnell die körperliche Belastung und die Leistung im Vordergrund.

Und es hat sich bewährt, direkt im Anschluß eine Reflektionsphase vorzusehen, in der dann das Wichtigste dokumentiert werden kann. Das kann ein Bank im Wald und im Stadtpark sein. Oder ein ruhiger Tisch in einem Café.